zfwu 12/1 (2011):
Globale Standards: Zwischen Regulierung, Normativität und Rhetorik
Call for Papers bis zum 15.10.2010.
Unternehmensethik hat über die letzten Jahrzehnte eine zunehmende Institutionalisierung auf gesellschaftlicher Ebene erfahren. Dies gilt besonders auch für die globale Ebene, wo seit den 1970er Jahren verschiedene Standards für unternehmerische Verantwortung gesetzt wurden. Diese reichen von Verhaltenskodizes, Richtlinien und Prinzipien bis hin zu Ethik-, Umwelt- und Sozialnormen und werden als solche von staatlichen, privaten oder hybriden Akteuren entwickelt und implementiert. Insgesamt zeichnen sich diese Ansätze dadurch aus, dass sie über organisationale Einzelmaßnahmen in Unternehmen hinausgehen und damit Fragen der gesellschaftlichen Steuerungsfähigkeit in einer globalisierten Welt berühren.
In der geplanten Ausgabe „Globale Standards: Zwischen Regulierung, Normativität und Rhetorik“ soll die Rolle von CSR-Standards im Kontext globaler Steuerungsfähigkeit beleuchtet werden. Welchen Beitrag versprechen Standards etwa für das Ressourcenmanagement, gerechte Wirtschaftsbeziehungen oder die Einhaltung und Durchsetzung von Menschenrechten? Sind globale Normen mehr als wohlmeinende Rhetorik? Wie sind globale Standards zugleich effizient und legitimierend zu gestalten? In welchen kulturellen und sozialhistorischen Entstehungs- und Wirkungskontexten entwickelten und entwickeln sich globale Standards? Ist Steuerungsfähigkeit durch CSR-Standards jenseits der Dichotomie von „freiwillig“ und „verpflichtend“ denkbar? Wie sind globale Standards (jenseits der dominanten sozialwissenschaftlichen Herangehensweise) aus ethischer Sicht zu betrachten und welche Konsequenzen lassen sich daraus entwickelt?
Gefragt sind sowohl empirisch-vergleichende Untersuchungen als auch theoretische (sozialwissenschaftliche wie normative) Arbeiten, die sich der jungen Schnittstelle zwischen Corporate Social Responsibility und Global Governance annähern.
(Gast-)Herausgeber dieser Ausgabe sind Thomas, Hajduk (Europäische Universität Viadrina, Frankfurt/Oder), Jan Hendrik Quandt (Universität Bielefeld) und Thomas Beschorner (zfwu, Universitäten Montréal und St Gallen).
Kontakt: Thomas Beschorner, email: thomas.beschorner(at)umontreal.ca
zfwu 12/2 (2011)
Themenschwerpunkt: Ordnungspolitik und Wirtschaftsethik
Call for Papers bis zum 01.03.2011
Diese Ausgabe widmet sich dem Themenschwerpunkt „Ordnungspolitik und Wirtschaftsethik“ – einem Thema, das gerade angesichts der globalen Finanzkrise und der in diesem Kontext erforderlichen Umsetzung von globalen ordnungspolitischen Regulierungsmaßnahmen im Bereich der Finanzmärkte von besonders aktueller Brisanz ist.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat nicht zuletzt zu einer Wiederbelebung methodologischer Debatten geführt, die gerade die deutsche Volkswirtschaftslehre schon in der Vergangenheit intensiv beschäftigt hat. Eine für die ordnungsökonomische Forschung zentrale Herausforderung lautet dabei, wie es gelingen könnte, die deutsche ordoliberale Tradition stärker als bisher mit modernen Ansätzen wie Public Choice, Constitutional Economics oder New Institutional Economics zusammenzuführen.
Der Zusammenhang zwischen ordnungspolitischen Fragen und der Wirtschaftsethik ist insbesondere von der Homann-Schule der ökonomischen Theorie der Ethik herausgearbeitet worden, aber auch Wissenschaftler ganz anderer Provenienz haben die besondere Rolle von Rahmenordnungen für die Einhegung der Wirtschaft in die Gesellschaft, die durch kulturelle, soziale und umweltbezogene Rahmenbedingungen geprägt wird, hervorgehoben.
Herausgeber dieser Schwerpunktausgabe sind PD Dr. Joachim Zweynert (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut, HWWI) und Dr. Bettina Hollstein (Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien, Universität Erfurt).
Kontakt: Dr. Bettina Hollstein, e-mail: bettina.hollstein(at)uni-erfurt.de
Wirtschaftsethik kontrovers
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Rezensionen
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