Religion und Wirtschaftsethik

hrsg. von Jörg Althammer, Bettina Hollstein und Nils Goldschmidt

Editorial

Jörg Althammer, Bettina Hollstein und Nils Goldschmidt

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Hauptbeitrag

Ökonomik: Eine Moraltheorie mit religiösen Wurzeln

Benjamin M. Friedman

Dass die Ökonomik eine Moraltheorie ist, ist für Wirtschaftsethiker keine Überraschung. Dieser Beitrag zeigt aber auf, in welcher Weise religiöse Wurzeln die Ökonomik bei Ihrer Entstehung prägten und inwiefern der Wandel religiöser Ideen auch den Wandel in Bezug auf die Akzeptanz einer bestimmten Form von Ökonomik beeinflusst hat. Dabei wird auf vier entscheidende religiöse Vorstellungen verwiesen, die sich einerseits im Zuge des Niedergangs des orthodoxen Calvinismus entwickelten und andererseits im Rahmen der Debatte um Prä- und Postmillenaristen thematisiert wurden. Auch ohne den einschlägigen Autoren, wie Adam Smith, bestimmte religiöse Überzeugungen zuzusprechen, scheint das religiös geprägte mentalitäts- und ideengeschichtliche Umfeld maßgeblich die Ökonomik als Moraltheorie beeinflusst zu haben.

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Korreferat

Religion bei Adam Smith – mehr als ein kultureller Kontext

Jörg Althammer und Bettina Hollstein

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Beitrag

Adam, sag, wie hältst du’s mit der Religion? – Religion und Kirche im Werk Adam Smiths

Michael S. Aßländer

Die religiöse Einstellung Adam Smiths bildet seit mehr als 200 Jahren den Gegenstand zahlreicher Diskussionen und Interpretationsversuche. Bis heute ist der Stellenwert, den Religion in Smiths Leben und Werk einnimmt, weitgehend ungeklärt. These des folgenden Beitrages ist, dass Smith eine deistische Weltsicht vertritt, die als verbindende Klammer zwischen seinen Hauptwerken, Theory of Moral Sentiments und Wealth of Nations, interpretiert werden kann. Wie gezeigt werden soll, beruht Smiths Vorstellung einer harmonischen Weltordnung dabei wesentlich auf den Ideen seines akademischen Lehrers Francis Hutcheson.

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Korreferat

Arbeit am Mythos

Bastian Ronge

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Beitrag

Ordnung – Freiheit – Gerechtigkeit. Historische und systematische Bemerkungen zur Kompatibilität von Neoliberalismus und Katholischer Soziallehre

Ursula Nothelle-Wildfeuer

Neoliberalismus und Katholische Soziallehre intendieren eine menschenwürdige Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, die zugleich die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft garantiert. Die entsprechenden Mittel und Wege dorthin wurden in den entsprechenden Debatten allerdings unterschiedlich bewertet. Dennoch bleibt die ordo- bzw. neoliberale Konzeption für die christliche Sozialethik ein entscheidender Gesprächs- und Realisierungspartner.

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Dissertation

Von Salamanca nach Freiburg – Joseph Höffner und die Wirtschaftsethik der spanischen Spätscholastik

Giuseppe Franco

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Beitrag

Du sollst dein Geld nachhaltig anlegen! – Ethische Geldanlage inspiriert aus der jüdischen Schrift

Jakob Foissner

Das Alte Testament bietet beeindruckendes Material für eine am Konzept Nachhaltigkeit orientierte Finanzethik. Um dieses Potential zu heben, wird die Heilige Schrift methodisch als historisches Produkt gesellschaftlicher Diskurse gefasst. Der daraus entwickelte Nachhaltigkeitsbegriff inspiriert und korrigiert moderne Anlagenethik.

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Replik

Locating Ordonomics – Reply to Ingo Pies’ Commentary “Taking or Locating Responsibility? An Ordonomic Perspective” in zfwu 17/1

Martin Kolmar und Thomas Beschorner

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Rezension

Die Ethik globaler Finanzmärkte: Contradictio in adiecto?

Hans G. Nutzinger

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Dank an die Gutachter und Gutachterinnen

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