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Band 4 Alexander Brink, VBR Value-Based-Responsibility, Teil 1: Theoretischer Ansatz zur Integration ethischer Aspekte in die wertorientierte Unternehmensführung (2002) Mit dem vorliegenden vierten Band der sfwu schreiten wir den Themenbereich der Wirtschafts- und Unternehmensethik weiter aus. Nach der philosophisch – insbesondere dem Radikalen Konstruktivismus - verpflichteten Arbeit von Olaf J. Schumann (Band 1), der auf Grundlage der Evolutorischen Ökonomik basierenden Studie zur Institutionalisierung des europäischen Betriebsrates von Roman Jaich (Band 2) und der jüngst erschienenen Studie „Unternehmensethik und korporative Verantwortung“ von Stefan Kyora (Band 3), in der im besonderen Maße auf terminologische Unterscheidungen, rechtliche Regelungen und praktische Konsequenzen abgestellt wird, legt Alexander Brink eine managementtheoretische Arbeit vor. Brinks Ausgangspunkt sind die für Unternehmen vorherrschenden Entwicklungen des Shareholder-Value-Managements, die zunehmenden M&As sowie die immer mehr an Bedeutung gewinnende gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, die Brink verknüpfen will. Die in der aktuellen Diskussion eher divergierenden Trends verbindet der Autor mit dem von ihm entwickelten Konzept der Value-Based-Responsibility. Es führt das Shareholder-Value-Management und die Corporate Social Responsibility systematisch zusammen, indem auch ein fundierter Überblick über CSR in der frühen amerikanische Diskussion vermittelt wird. Brink geht davon aus, dass Unternehmen vor dem Hintergrund der Globalisierung auch eine gesellschaftliche Steuerungsfunktion zugesprochen bekommen. Aus der wechselseitigen Bedingtheit von Unternehmen und Gesellschaft erwachse den Unternehmen Verantwortung zu. Eine Verbindung von ökonomischer Wertorientierung mit normativer Werteorientierung wird insbesondere dadurch möglich, da die Generierung von Glaubwürdigkeitspotential das unternehmensspezifische Risiko reduziert und den Shareholder-Value erhöht. Die Value-Based-Responsibility will eine Bedingung der Möglichkeit verantwortungsvollen Handelns für Unternehmen schaffen. Brinks Konzept wird praxisrelevant, da die Value-Based-Responsibility einen regulativen Charakter hat. Es geht dem Autor bei der sozialpolitischen Verantwortung also um Tendenzen und nicht um das in der philosophischen Ethik auch diskutierte Gute an sich bzw. um das höchste Gut. Konkretisiert wird das Konzept anhand ethischer Institutionalisierungsformen wie dem strategischen Managementprozess, der Verwendung von Überrenditen oder Ethikkommissionen. Trotz der Aktualität seines Themas und der praktischen Relevanz seiner Ausführungen unterliegt Brink nicht der Versuchung, inhaltlich-normative Vorgaben zu machen. Vielmehr bezieht er sich auf die Zwei-Stufenkonzeption der Diskursethik und entwickelt formal-prozedurale Vorschläge, die von der unternehmerischen Praxis mit materialem Inhalt gefüllt werden müssen. Zwei Faktoren sind für eine deutschsprachige Dissertation zum Thema Unternehmensethik eher ungewöhnlich und zeichnen Brinks Arbeit besonders aus: Zum einen bezieht sich der Autor in seinen Ausführungen hauptsächlich auf die anglo-amerikanische Debatte und verbindet sie mit der deutschsprachigen Diskussion. Zum anderen bekommen die Thesen durch den immer wieder hergestellten Bezug zu empirischen Untersuchungen eine hohe Glaubwürdigkeit. Alexander Brink hat einige seiner Idee in der Rubrik “Dissertationen” der Ausgabe 2/2001 der zfwu formuliert. Eine kostenlose Zusammenfassung sowie ein Interview mit dem Autor kann unter Verwendung des Links kostenlos bezogen werden. Bezug: Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder direkt bei amazon.de |